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| Unser
Ausbildungskonzept Taijiquan & Qigong Lernziele
für Schüler und angehende Instruktoren |
| Theorie:
Kennenlernen
der technischen Grundbegriffe und ihrer Übersetzung
und Bedeutung: Kung Fu, buddhistisches und taoistisches;
Taijiquan; Qi Kung; Nei Kung/Knochenatmungsqigong;
Standing Meditation/Säulen Qigong; taoistische
Philosophie, Grundprinzipien, Autoren, Ziele; Bewegungssynamische
Prinzipien/Definitionsbereich einer Technik kennen,
erklären und demonstrieren; kleiner Kreislauf
des Qigong; Yoga, Begriff und Bedeutung für chinesische
Künste; Geschichte (Überblick) des buddhistischen
und taoistischen Kung Fu/Quan Fa; diverse Visualisierungskonzepte
in Abhängigkeit des Schülergrades; Kennen
und Lokalisieren diverser Punkte des TCM-Meridiansystems;
u.v.a. |
| Qi
Kung / Qigong:
Begriff
kennen, übersetzen und erklären können;
Bedeutung des Qigong für Gesundheits- und Kampfkünste;
Grundprinzipien der Atmung (4 Teile); Meditation im
Stehen/Säulen Qigong; Kleiner Kreislauf; diverse
einfache "ABC" Basis Übungen im Stehen;
einfaches Qigong im Gehen; im Stehen12-teilige Shaolin
Qigong Form der Seow Tin San; im Stehen 8-teilige
Shaolin Qigong Form der Seow Tin San; das Meridiansystem
der TCM (Jingluo), Grundprinzipien; Qigong Übungen
nach taoistischen Himmelsrichtungen zur Stärkung
innerer Organe; buddhistische Meditation mit Kerze
im Sitzen; 28-teilige Taijiqigong Form als Bindeglied
zwischen Qigong im Stehen und Tajiiquan im Gehen,
u.v.a.
» Diverse Grundübungen unterschiedlicher
Schwierigkeitsgrade; Übungen und Haltungskorrekturen
im Stehen; komplexere Formen im Stehen als Grundgerüst.
Komplexere Formen im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen
im Aufbau. |
| Taijiquan:
Begriff
kennen, übersetzen und erklären können;
historische Zusammenhänge zwischen Yoga, Shaolin,
Qigong und Taiji kennen und erklären können;
Kennen der 3 Kernelemente der Selbstkultivierung durch
Taiji: Meditation, Qigong und Selbstverteidigung;
Erlernen von Formen: 37-Schrittform nach Cheng Manqing;
13-Schrittform nach Mantak Chia; Plumb Blossom Boxform;
Kennen der Grundprinzipien von Boxen und Kickboxen,
und Anwendungen zur Abwehr aus dem Taiji; Stock (in
Orientierung an Inosanto Kali) und Messer; Säbelform
des Taiji; ein- und zweihändiges Tui Shou/Push
hands ohne und mit Schritten (Ta Lü); Zwei Personen
Boxform des Taiji; sanfte Anwendungen im freien Boxen;
Auf höherer Stufe Ausbau der Theorie und Literaturstudium;
Kennen einiger Grundprinzipien der Anwendung von Jun
Fan Gung Fu und Jeet Kune Do (nach Siguro Inosanto),
einer ebenfalls taoistischen Richtung des Kung Fu.
» Diverse Grundübungen unterschiedlicher
Schwierigkeitsgrade; Übungen und Haltungskorrekturen
im Stehen; komplexere Formen im Stehen, im Gehen und
Anwendungen dazu als Grundgerüst. Aufbau durch
komplexere Übungen und Vertiefung von Anwendungen
zur Gesundheitsstärkung und Selbstverteidigung. |
| Zeitrahmen:
"Eine
Reise von Tausend Kilometern beginnt mit einem Schritt".
Es gibt kaum allgemeingültige Aussagen hierzu.
Einige sind mit einfachen, in wenigen Lektionen zu
erlernenden Qigong Übungen zufrieden, andere
nehmen sich über 10 oder 20 Jahre Zeit, um Taiji
zu verstehen, kultivieren und anzuwenden lernen. Einige
bringen bereits jahrelanges Training als Vorkenntnis
mit, andere erlernten vieles, was den Bewegungsprinzipien
des Taiji nicht entspricht, wieder andere erlernten
ganz andere Bewegungsprinzipien, welche sich einfach
mit Taiji vereinen lassen. Es gibt wirklich kein allgemeingültiger
Zeitrahmen, was es aber gibt, ist die bekannte Tatsache,
dass jemand ohne Vorkenntnisse rund 10 bis 20 Jahre
in den asiatischen Künsten als "Anfänger"
gelten darf, danach zum "Fortgeschrittenen"
avenciert und danach zum "Lehrer" werden
kann. Wiederum später ist es möglich, zum
"Meister" zu werden und durch spezielle
Verdienste sogar zum "Grossmeister". Insofer
als der Zeitrahmen also sehr offen ist, ist es von
zentraler Bedeutung, dass – egal wann mit dem
Trainieren begonnen wird – das Training den
Körper und Geist stärkt und diesen dabei
nicht schädigt. (Aber Achtung! Im Anfängerstadium
lösen sich bei Anfängern teils emotionale
Blockaden und es können so sogar Aggressionen
freigesetzt werden, diese sind als Teil eines Heilungsprozesses
und nicht als "schädigend" zu interpretieren).
Betreffend Aspekten der Selbstverteidigung im Taiji
sollten die Lernenden in unserem Konzept nach zirka
spätestens 2 bis 3 Jahren in der Lage sein, einfache
Attacken abzuwehren.
Die Ausbildung zum Instruktor erfordert die Teilnahme
an möglichst vielen Kursen und dauert –
diszipliniertes, tägliches eigenes Trainieren
vorausgesetzt – mit Vorkenntnissen etwa minimal
5 bis 10, ohne Vorkenntnisse schätzungsweise
10 bis 20 Jahre. Da es sich um ein asiatisches Konzept
der Selbstkultivierung handelt, kann/muss ein Teil
des Trainings "autodidaktisch", d.h. sehr
selbstständig erfolgen. Ohne Selbstreflexion
kein Vorwärtskommen.
Wer vor hatte, gleich mit dem Ziel "Lehrer"
zu werden und nun abgeschreckt wurde, sollte eventuell
seine Ziele tiefer stecken und einfach als Schüler
einsteigen – ein Ausbau ist immer möglich.
Doch gilt auch: "Vögelchen, die zu viel
fressen, mögen nicht mehr fliegen..."
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| Weitere
mögliche Kursangebote:
Auf
Anfrage sind auch folgende Kursleitungen möglich:
-
Einzel- und Gruppenkurse für Qi Gong oder Taijiquan
oder Kickboxen/Selbstverteidigung
- Ausbildungskonzepte
und Unterricht für Türsteher/Doorman und
Security Personal (Rechtliche Grundlagen; persönliche
Verhaltensweisen; Überwachungskonzepte; psychologische
Schulung; u.v.a.)
-
Unbewaffneter Personenschutz
-
Selbstverteidigung für Frauen
- Seminarien
für die obigen Kursangebote
Die
Preise für solche Kursangebote teilen wir Ihnen
gerne auf Anfrage mit. |
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| Die
Prinzipien (moderner) daoistischer Schulen:
Von
Dan Inosanto, aus Inosanto-Kali, The philipono martial
arts Buch von 1980, p.36
Übersetzt von lic. phil I Boris Nicolaj Bühler,
Zürich, April 2002
Die
folgende Passage aus dem Buch von Inosanto veranschaulicht
unser Verständnis von Unterricht im taoistischen
Stil nach modernen Prinzipien. Wir danken Dan Inosanto
ganz herzlich für seine Instruktionen! Er ist
eine lebende Legende.
Was
bedeutet Lernen?
Lernen ist ein Weg und ein Prozess, kein Ziel und
keine Schlussfolgerung.
Was ist ein Instruktor/Lehrer?
Ein Anleiter, kein Wächter (erg. d. Übers.:
allfälliger Traditionen) und kein Diktator.
Was bedeutet nach Neuem suchen?
Es ist ein konstantes in Frage stellen von bestehenden
Antworten, nicht das Beantworten von Fragen.
Was ist das Ziel?
Offen sein für Neues, so, dass du „sein“
kannst – nicht in Sachzwängen , die mensch
„tun muss“ gefangen sein und das Ziel
weiter verfolgen.
Was ist der Test?
(Erg. d. Übers.: Aktives) Sein und Werden statt
Erinnerung und Rückblick.
Was unterrichten wir?
Individuen; keine Lektionen, keine Stile, keine Systeme
und weder Methoden noch Techniken.
Was ist die Schule/Lehre?
Was immer wir entschliessen zu tun.
Wo ist der Trainingsraum?
Überall da, wo wir gerade sind, ganz sicher nicht
nur innerhalb der 4 Wände des in sich geschlossenen
Trainigsraums. |
| The
principles of our School:
From
Dan Inosanto The philipono martial arts as taught
by Dan Inosanto,1980
The principles of Inosanto, from p.36:
What
is learning?
A journey and process, not a destination and conclusion.
What is an instructor?
A guide, not a guard or dictator.
What is discovery?
A constant process of questioning the answers, not
answering the questions.
What is the goal?
Open minds so that you can „be“, not closed
issues so that you have to „do“ and follow
to achieve the goal.
What is the test?
Being and becomming, not just remembering and reviewing.
What do we teach?
Individuals; not lessons, not styles, not systems,
and not methods or techniques.
What is the school?
Whatever we choose to make it.
Where is the school?
Anywhere, not a four cornered classroom, wherever
we are!
©
by Dan Insosanto, 1980 Translation by B. Bühler,
CH-8003 Zürich. |
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